Loquis: Via Salaria

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Via Salaria

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Published on:  2018-03-13 18:16:00

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Die Via Salaria durchquert die ganze Sabina, erklimmt die Apenninen in der Provinz von Rieti und ist eine der ersten von den Römern infolge der Rationalisierung des zuvor bestehenden Wegesystems errichteten Kommunikationsstraßen. Ihr Hauptzweck bestand im Transport von Salz von den Salinen in Ostia Antica bis nach Accumoli sowie später bis Ascoli Piceno und zur Adriaküste. Ihr heutiger Verlauf beginnt bei Piazza Fiume im Herz der Stadt neben den Aurelianischen Stadtmauern. Hier sind einige Grabstätten sichtbar, die sich mitten in das Gewühl des städtischen Verkehrs drängen. Ein Stück weiter stößt man in Via Livenza 4 auf eine interessante unterirdische Höhle mit einer schönen Dekoration der Jägerin Diana, und in der Nähe eines Gebäudes der Universität La Sapienza ist von der Straße aus das Mausoleum von Lucilius Paetus gut sichtbar, das gegenüber der Renaissancevilla Albani steht. Bevor die Straße endgültig aus der Stadt hinausläuft, stößt man in Via Simeto 2 auf den unterirdischen Friedhof Santa Felicita und ein Stück weiter unter Villa Massimo auf eine weitere unterirdische Höhle, genannt des Trasone. An der Kreuzung mit Via Taranto befinden sich die Katakomben des Heiligen Alexander und weitere Katakombenbauten liegen in Via Anapo. Im weiteren Verlauf begegnet man ferner den höchst interessanten Priscilla-Katakomben. Stadtauswärts auf der Linken erheben sich die Mauern einer der schönsten städtischen Parkanlagen: der Villa Ada, die intensiv von den Einwohnern genutzt wird und eine außerordentlich wichtige grüne Lunge der Hauptstadt darstellt. Nach dem Hügel von Forte Antenne begegnet man der römischen Moschee. Die Reise wird anschließend wieder aufgenommen, indem der Fluss Aniene über Ponte Salario überquert wird. Danach kreuzt man die Ringautobahn und verlässt endgültig das Stadtgebiet. So gelangt man vorbei an Castel Giubileo, Settebagni und Monterotondo nach Passo Corese. Nun befinden wir uns im Gebiet der durch ihr Hügelland gekennzeichneten und von Olivenbäumen, mittelalterlichen Dörfern, Festungen und Burgen übersäten Sabina. Hier befindet sich eine kaum bekannte aber desto wichtigere und beeindruckendere Ausgrabungsstätte. Es handelt sich um Cures Sabini, eine der bedeutendsten sabinischen Städte, die sogleich in Verbindung mit Rom getreten war, denn hier wurden zwei der Könige des aufstrebenden Roms geboren: Titus Tatius und Numa Pompilius. Ein Stück weiter hat der Monte San Martino die interessanten Ruinen einer großen Kirche aus dem 15. Jahrhundert zu bieten. Hier befinden wir uns in einem Gebiet voller Einsiedeleien, das eine starke Prägung durch das Mönchtum des Mittelalters erfuhr. So stoßen wir in der Tat auf das prachtvolle Kloster von Farfa und daneben die Stadt Fara Sabina mit ihrer zauberhaften Urbanistik. Hoch oben auf dem Hügel erheben sich die Dörfer Castel Nuovo di Farfa und Poggio Nativo. Im Wald von Poggio Nativo befindet sich das Grabmal von Gaius Terentius und Caletuce. Die Festung von Frasso Sabino bestätigt die Art der Urbanistik, die das gesamte Gebiet mit Türmen, Burgen und zahlreichen archäologischen Fundstücken prägt, wie die in Osteria Nuova und Monte Calvo, die hauptsächlich mit Begräbnisstätten entlang einer Strecke zusammenhängen, die ihre Bedeutung über Jahrhunderte erhalten konnte. Beeindruckend sind in diesem Zusammenhang der Meilenstein von Kilometer 53,800, der von Kaiser Julian verlegt wurde, und das nahegelegene Viadukt der Salaria Vecchia in Scandriglia, das auch als das Viadukt des Teufels bezeichnet wird. Weiter geht es in Richtung Rieti am Turano-Tal im Osten der Sabina entlang. Abgesehen von der Schönheit des kleinen Lago di Turano sind die archäologischen Stätten in der Gegend von Monteleone Sabino mit den Ruinen von Trebula Mutuesca einen Besuch wert. Es folgen das Dorf Castel di Tora, das sich auf der rechten Uferseite des Sees an den Hügel klammert, sowie im Herz des Tals das befestigte Städtchen Rocca Sinibalda. Weiter auf der Via Salaria erreicht man nach Rieti das Tal des Flusses Velino an der Grenze zu Umbrien und Marken. Cittàducale ist hier das interessanteste Zentrum mit seiner Gestaltung als mittelalterliche Festung sowie in der Nähe der Lago di Paterno mit den Thermen von Cotilia. Nicht weit danach gelangt man nach Antrodoco mit seiner ebenfalls offensichtlich mittelalterlichen Prägung und dem Kirchlein Santa Maria Extra Moenia sowie der Abtei SS Quirico e Giulitta. Weiter sollte man beim 150. Kilometer den Bärenfelsen nicht verpassen, wo gemeinsam mit einem antiken Meilenstein einige Reste der antiken Via Salaria zu sehen sind. Noch ein Stück weiter empfiehlt es sich, einen Halt in Cittàreale einzulegen.

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